StartseiteMeisterschaftenLEMTagebuch einer LEM-Spielerin

Freitag 29.01.2016

Die Zeugnisse wurden verteilt und die Schachspieler und Schachspielerinnen, die es geschafft haben sich für die Landeseinzelmeisterschaft zu qualifizieren, machten sich auf den Weg. Um 1500 Uhr trafen die ersten Schachfreunde im Gut Genwikow ein. Freundlich wurden sie von Martina Sauer und Tochter Annika empfangen. Annika ist auch Jugendsprecherin und hat für den weiteren Tag auch noch einiges mit den jungen Schachfreunden vor…

Langsam trudelten alle ein. Doch einige Schachspieler und Schachspielerinnen hatten Probleme mit der Zimmerverteilung und diskutieren ewig herum, um dann letztlich endlich doch ihr Zimmer unter großem Protest (Zickenkrieg scheint bei den Mädchen sehr angesagt zu sein) zu beziehen.

Und dann war es auch schon 1800 Uhr. Abendbrotzeit. Doch bevor die vielen hungrigen Mäuler gestopft wurden, mussten sich die Teilnehmer und Teilnehmerinnen eine Ansprache des Organisationsteams anhören, da sie im Thema: Hausordnung und des weiteren Vorgehens aufgeklärt werden sollten.

Anschließend wurden die Spielpaarungen gezogen. Alle trafen sich im morgigen Spielsaal. Nach einer kleinen Ansprache, ging es mit der U 8 männlich los. Große Aufregung war im Raum. Jeder mochte seinen Gegner erfahren und manche wollten sogar eine kurze Blitzvorbereitung in letzter Minute machen. Als die Kinder ihr Los in der Hand hielten, herrschte Erleichterung, Furcht und Vorfreude. Der Wunschgegner oder der Angstgegner gleich am ersten Tag. Größer könnten die Gefühlsunterschiede nicht sein.

Viele der Teilnehmer kannten sich nicht. Kein Wunder die Spieler und Spielerinnen waren zwischen U 8 bis hin zur U 18. Da kam Annika Sauer eine Idee. Sie wollte Kennlernspiele veranstalten. Da es schon so spät war, waren die jüngeren Schachspieler schon im Bett. Trotzdem machte allen Teilnehmer, die anwesend waren, die Runde, unter der Anleitung des Jugendsprechers des Landes Brandenburg, Jann-Christian Tiarks, viel Spaß. Jeder sollte drei Behauptungen über sich aufstellen, davon sollten zwei wahr sein und eine gelogen. Die restliche Truppe sollte nun raten, welches die Lüge ist. Es wurde viel gelacht und rumgealbert. Sehr beliebt war es, im Matsch herumzuspringen…

In später Stunde, wurden erst die U12-Spieler und dann auch die älteren Jahrgänge ins Bett geschickt. Am morgigen Tage warteten die ersten Partien auf die Schachspieler und Schachspielerinnen. Ich spiele in der U18 und werde gegen die starke Spielerin, Katharina Schmid spielen. Ich brauche ganz viel Glück, um gegen sie bestehen zu können.


Kommentare

Tagebuch einer LEM-Spielerin — 2 Kommentare

  1. Danke für den Bericht Julia,

    und bleib bitte dran am Schach, dein Bruder und Kathi haben ja nun viel viel mehr trainiert als du 😉 Und auf den Vizelandesmeistertitel kannst du trotzdem stoz sein, man muss ja auch erstmal ein solches Turnier spielen und dann noch den Mut haben, gegen eine 471 DWZ höhere Spielerin 4x anzutreten. Ich finde das jedenfalls toll und Mädchen, wie dich, brauchen wir hier in Brandenburg!
    Und danke noch einmal für den Bericht, so können sich auch Nichtteilnehmer einen guten Eindruck verschaffen 🙂

  2. Hallo Julia,
    Danke für den schönen und aufschlussreichen (;)) Bericht. Ich finde es sehr schön mal so eine Veranstaltung aus Sicht einer Spielerin/eines Spielers zu lesen. Wir Erwachsene haben ja immer etwas Anderes zu tun.
    PS: keine neue Feindin 🙂