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2. Internationales Emanuel Lasker Gedenkturnier — 6 Kommentare

  1. Liebe Schachfreunde, ich bin überrascht, über die Kommentare von einigen Schachfreunden. Das Geld für die teilnehmenden Jugendlichen kam vom Förderverein. Ich denke, wir können gerne zu der nächsten LEM Jugend darüber mit unseren Jugendlichen im Land reden. Wir dürfen aber bitte auch nicht vergessen, dass einige unserer Jugendlichen sich aus verschiedenen Gründen manches Turnier nicht leisten könnten, wenn sie keine Unterstützung bekämen. Ich vertraue deshalb dem Präsidium des LSBB, dass er mit Sorgfalt Spenden entgegen nimmt. Ich kann Martina Sauer, unserem Landesjugendwart, nur beipflichten.
    Lasst uns einen Förderverein “Jugendschach in Brandenburg” gründen, in der Hoffnung, es gibt genug Schachspieler, die die Verantwortung und am Ende die Arbeit auch machen.
    Ich möchte auch deshalb allen danken, die sich immer für unsere Kinder und Jugendlichen einsetzen bzw. unterstützen.

    Michael Nagel
    Hohenleipischer SV Lok

  2. Liebe Martina,

    mit der Aussage “Aus unserer Sicht haben Politik und Sport nichts zu tun” machst du es dir sehr einfach. In Zeiten, wo der Sport immer mehr von der Politik instrumentalisiert wird (siehe Olympische Spiele, Leichtathletik-WM und selbst der Schachsport), um fragliche Einstellungen zu verbreiten und zu unterstützen, sollte man unbedingt zwischen Sport und Politik trennen. Insbesondere, wenn es sich um eine Jugend-Sportorganisation wie die Brandenburgische Schachjugend handelt.
    Aus meiner Sicht kann man gern solch eine Spende annehmen, besonders wenn die Schachjugend nicht mit viel Geld gesegnet ist. Das möchte ich dir auch nicht vorwerfen. Allerdings sollte man schon prüfen, von wem die Spende kommt und sich zumindest damit kritisch auseinandersetzen und mit den Jugendlichen darüber reden. Ich persönlich würde zu keinem Turnier fahren wollen, wenn die Fahrt dorthin von einem AFD-Politiker gesponsert wird. Vielleicht geht es ja einigen Jugendlichen ja ähnlich.
    Ebenfalls finde ich dein “Wir” und “aus unserer Sicht” sehr kritisch. Hast du schon einmal mit den Jugendlichen darüber geredet? Teilen diese denn deine Meinung, dass man darüber nicht nachdenken sollte? Denn ich habe den Eindruck, dass viele Jugendliche in der Brandenburger Schachjugend schon politisch interessiert sind und sich mit der Thematik auseinandersetzten können.
    Bitte verstehe diesen Kommentar nicht als reine Kritik, sondern denke einfach mal darüber nach, ob man vielleicht doch mal darüber reden sollte. Das würde ich mir zumindest wünschen.
    Dave

    • Hallo Dave, ich habe den Kommentar erst einmal freigegeben. “Wir”, d. h. die Verantwortlichen, die diese Spende angenommen haben, werden uns gesondert äußern.
      Wir haben keine “Schachjugend Brandenburg”, sondern sind einfache Mitglieder des LSBB. Das Präsidium des LSBB e. V. sieht auch kein Problem darin, dass die Spende vom Förderverein angenommen wurde.
      Weitere Kommentare zu dieser Thematik sollten unter einem Bericht über ein Turnier, das für unseren Spieler erfolgreich verlaufen ist, einfach unterbleiben. Das ist kontraproduktiv und nimmt jede Freude, einen Artikel selbstständig einzureichen. Schon einmal darüber nachgedacht?

  3. Ein schöner Bericht über tolle Erfolge und ein schönes Turnier, was ich selber schon mitgespielt habe. Deutlich kritischer sehe ich die Lobeshymnen auf den Sponsor. Ich halte es für zumindest diskussionswürdig, Spenden von Tilo Weingardt anzunehmen, der im Jahr 2004 für die rechtskonservative Schill-Partei kandidierte und heute den Kreisverband Barnim der AfD leitet. Eine kritische Ausseinandersetzung scheint mir angebracht, ob die Schachjugend hier mit jemanden zusammen arbeiten sollte, der ggf. mit seiner Gesinnung weit im konservativen Lager steht.

    • Hallo René, vielen Dank für Deinen Kommentar auf den Bericht unseres Landesjugendsprechers. Aus unserer Sicht haben Politik oder irgendwelche andere Ansichten nichts mit der Ausübung unseres Sports zu tun. Die Gelder werden freiwillig gezahlt (daher heißt es ja auch Spende), ohne dass eine Gegenleistung erwartet wird. Sollen wir jetzt wirklich jedes Mal, wenn Spenden an uns herangetragen werden, nachfragen, welche politische Richtung vertreten wird? Da sagt auch unsere Jugend ein klares “Nein”! Sich bei einem Sponsoren zu bedanken, ist eine Selbstverständlichkeit und keine Lobeshymne. Gern können wir einen Förderverein “Jugendschach in Brandenburg” gründen, der sich um die Förderung des Jugendschachs kümmert. (Nur wer ist bereit, Verantwortung und die Arbeit dafür zu übernehmen?) Solange wir einen solchen nicht haben, werden Spenden jeder Art gern gesehen. LG Martina Sauer, Landesjugendwart

    • Lieber Michael,

      das ist ein hervorragender und konstruktiver Vorschlag, den ich mir gerne von unserer Landesjugendwartin gewünscht hätte anstelle der kritikunfähigen und ausweichenden Antwort. Ich möchte auch nochmal darauf hinweisen, dass ich kein Problem damit habe, dass Geld vom Förderverein Schach in Barnim e.V. angenommen wurde. Mir geht es um Transparenz, woher das Geld genau kommt und das sollte an die Kinder und Eltern kommuniziert werden. Damit können wir das Thema auch vorerst gerne ruhen lassen bis zur nächsten LEM.

      Noch ein Kommentar zum Vertrauen in das Präsidiums des LSBB: anscheinend wurde sich nicht mit der Thematik beschäftigt, da, und ich zitiere Martina Sauer:
      “Aus unserer Sicht haben Politik oder irgendwelche andere Ansichten nichts mit der Ausübung unseres Sports zu tun”
      und ich zitiere weiter:
      “Sollen wir jetzt wirklich jedes Mal, wenn Spenden an uns herangetragen werden, nachfragen, welche politische Richtung vertreten wird?”.

      Dave

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